ZUKUNFTSWORKSHOP DESIGN

Wird die Zukunft rosig? Oder neonpink?

Zukunftsdesign / Designzukunft – um dieses Thema drehte sich der Zukunftsworkshop in Stuttgart. Am 28. Juni 2018 wurde rege über den Wandel der Gestaltung diskutiert. Warum alles schneller, radikaler und auch spezifischer wird. Und welche Tendenzen sich für die Zukunft identifizieren lassen.

Danke an die engagierten Teilnehmer, die mit uns den Blick nach vorne geteilt haben.

IMPRESSIONEN
YELLOW PAPER

Brauchen wir in Zukunft noch Art Direktoren? Oder reicht ein Fluxkompensator? Zugegeben, so weit wird wahrscheinlich selbst die ferne Zukunft nicht springen. Denn Design ist keine Rocket Science. Und das wird auch so bleiben. Dennoch wandelt sich Gestaltung. Erstens schon immer. Und zweitens immer schneller, radikaler, spezifischer. Warum ist das so? Wie bei jeder anderen Veränderung auch gibt es Treiber, die die Designzukunft beeinflussen. Drei der wichtigsten davon sind:

_ Gesellschaft

_ Technologie

_ Kreation

 

Diese Treiber verändern die Anforderungen an Design nachhaltig. So wandelt sich die Gesellschaft weltweit – zum Beispiel durch Globalisierung: Jedes Produkt ist inzwischen weltweit und jederzeit verfügbar. Oder durch Individualisierung: Sie erfüllt den Wunsch nach Andersartigkeit oder Einzigartigkeit in gesättigten Märkten. Besonders stark beeinflusst Technologie das Design – Stichwort Digitalisierung oder auch Mobile First. Und nicht zuletzt kommen Veränderungsprozesse auch aus der Kreation selbst heraus: Auf der Suche nach neuen, ungesehenen Farbkonzepten, Formaten und Bildwelten löst ein Trend den anderen ab und verursacht zugleich Gegentrends.

 

Die 3 Treiber Gesellschaft, Technologie und Kreation zeigen auf, wie sich Design verändert – in 3 Entwicklungsfeldern, die wir genauer beleuchten möchten:

_ Minimal Design

_ Flexible Design

_ Authentic Design

MINIMAL DESIGN

Insight

Die Welt, die wir uns teilen, scheint sich immer schneller zu drehen. Die Anforderungen an den Einzelnen steigen – zumindest subjektiv. Mehr Möglichkeiten bedeuten auch komplexere Anforderungen. Wir beziehen den Strom nicht mehr vom Stadtwerk, wir können und müssen aus hunderten Energieanbietern und tausenden Tarifmodellen wählen. Fahrzeugmodelle werden nicht weiter von klein bis groß angeboten, sondern folgen verschiedensten Lifestyles. Und selbst im Burgerladen werden wir gefragt, ob unser Bun aus Vollkorn, Dinkel oder Weizen gebacken werden soll. Fleischküchle im Weggle war da einfacher.

Herausforderungen

Diese „Freedom of choice“ droht uns alle zu überfordern – und verdeutlicht das Gebot nach schneller Orientierung, nach Klarheit. Es gilt, Antworten auf die Frage zu finden: Wie können wir komplexe und vernetzte Kommunikationsinhalte und Informationen vereinfachen und fokussieren?

Ausprägungen

_ Flat Design: Statt aufwändiger 3D-Objekte mit Schattierungen und Lametta besinnen sich Designer auf die Einfachheit der Form, Klarheit und Schnörkellosigkeit

_ Vektorillustrationen als Gegenbewegung zum verspielten Remix-Style

_ Infografiken verdichten Informationen zu einem Bild

_ Starke und vereinfachte Typografie – zu Zeiten des Blocksatzes ein Zwang – feiert ihre Renaissance

_ Webdesign re-definiert Print – kleine Buchstaben-Häppchen statt langer Texte beschleunigen die Informationsvermittlung

FLEXIBLE DESIGN

Insight

Die Grenzen der Technik werden immer weiter verschoben. Daten verfügen über eigene Autobahnen, Wissen wird global geteilt, die Mobilität erfindet sich neu. Mit gravierenden Folgen: Innovationen werden zur Selbstverständlichkeit, Produktzyklen verkürzen sich, räumliche Distanzen verlieren an Bedeutung.

Herausforderungen

Wie können wir auf die schnellere Veränderung von Marken und Inhalten zukünftig mit einem flexibleren Marken- und Design-Verständnis reagieren? Wie können Marken, die sich kontinuierlich verändern, ihre DNA erhalten?

Ausprägungen

_ Prototypen schneller entwickeln – durch Tools wie Mobirise, InVision, Marvel, UXpin, Webflow etc.

_ Fluid Design – schnellere und flexiblere Designtools

_ Iteratives Entwickeln

_ Lernende Tools – das Klickverhalten der Kunden und Interaktionen wie „Likes“ werden zur Bewertung und Anpassung von Angeboten und der Kommunikation insgesamt eingesetzt

AUTHENTIC DESIGN

Insight

Laut dem „Digital Work Report“ des Unternehmens Wrike ist fast jeder Zweite vom Multitasking überfordert. Dazu trägt auch Social Media bei: Obwohl wir Facebook & Co. privat gerne nutzen, ist der Umgang damit während der Arbeit vielen lästig, wie die Unternehmensberatung Deloitte analysiert hat. Hinzu kommt, dass insbesondere die Digital Natives nicht mehr online gehen, sondern sind. Jederzeit. Die bislang für jugendtypisch gehaltene Faszination, die von den einst als „Neue Medien“ bezeichneten Inhalten ausgeht, hat alle gesellschaftlichen Schichten erreicht. Es ist eine digitale Sättigung eingetreten.

Herausforderungen

Welche Gegenentwürfe zur „digitalen Erschöpfung“ und der damit einhergehenden Abstrahierung, Entmündigung und mentalen Belastung können zukünftig erfolgversprechend sein?

Ausprägungen

_ Real Storytelling

_ Influencer Marketing

_ Ausgewählte klassische Maßnahmen werden wiederentdeckt, das Heritage gelebt

_ Handmade Style als Gegenbewegung zum technokratischen Robo-Style

YELLOW PAPER

Das bilekjaeger Yellow Paper "Zukunftsdesign" können Sie auch als PDF downloaden.

WORKSHOP
ZUKUNFTSTAG

Wir planen unter Hochdruck den nächsten Zukunftstag. Er findet am 14. November 2018 statt. Jetzt schon unverbindlich anmelden, Einladung folgt.

Kontakt:
Sandrine Pasenau

T 0711.78486-28
zukunftstag@bilekjaeger.de
SPEAKER

Auf Ihr Kommen freuen sich:

Boris Pollig

Geschäftsleitung Kreation

pollig@bilekjaeger.de

Susi Stadler

Geschäftsleitung Zukunftswerkstatt

s.stadler@bilekjaeger.de